Wie kann ich Barf-Hundefutter ausprobieren?

BARF steht als Abkürzung für Bones and Raw Food und lässt sich im Deutschen gut mit Biologisch Artgerechtes Rohes Futter herleiten. Wie die Erklärung schon verrät, verbirgt sich dahinter eine bestimmte Füttermethode, die vor allem für Hunde angewendet wird: Das Füttern mit rohen und frischen Zutaten. BARF wird deshalb oft auch synonym mit Rohfütterung verwendet.

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Noch vor einigen Jahren war BARF nur wenigen bekannt. Mittlerweile ist es immer mehr auf dem Vormarsch und es gibt vermehrt Fachbücher über die richtige Nährstoffzusammensetzung. Einige fragen sich vielleicht, wie kann ich Barf-Hundefutter ausprobieren? Eine Möglichkeit ist, sich Barf-Literatur zu besorgen, im Internet zu recherchieren oder erfahrene Barfer anzusprechen, um diese Füttermethode auszuprobieren. Alle Zutaten werden selber frisch zusammengestellt und serviert. Der Besitzer muss darauf achten, dass eine Hundemahlzeit ausgewogen ist und der Hund alle Nährstoffe erhält, die er braucht. Das Fleisch bekommt man vom Bauern, Schlachter oder schaut selbst, was in den Tiefkühlabteilungen an geeignetem Fleisch vorrätig ist.

Eine andere Möglichkeit ist, auf Hersteller zurückzugreifen, die tiefgefrorenes Hundefutter extra fürs Barfen herstellen. Einige bieten auch bereits fertig gemischte und portionierte Barf-Mahlzeiten an.

Es gibt einige Grundregeln für eine Barf-Mahlzeit: Der Hauptanteil sollte aus Knochen und rohem Fleisch bestehen und bei ca. 90 – 95 Prozent liegen. Der Rest sind Gemüse und Obst. Die Fleischsorten sollten sich innerhalb einer Woche abwechseln, ideal ist es, wenn sie von drei verschiedenen Tieren kommen. Gute Fleischquellen sind Rind, Huhn, Pute, Schaf, Pferd, Ren oder auch Elch. Auch Fisch kann gefüttert werden. Knochen dürfen auf keinen Fall gekocht oder erwärmt werden! Das Knochenmaterial wird nach dem Erhitzen porös und kann beim Fressen in kleine scharfe Teile zersplittern, was dem Hund erheblichen Schaden zufügen kann.

Auch Innereien, wie Leber, Lunge, Herz oder Hälse sind gute Fleischquellen. Sie enthalten wichtige Vitamine und sollten ein- bis zweimal in der Woche gegeben werden. Als Gemüse eignen sich Brokkoli, Salat oder auch Möhren. Die Zugabe von Ölen, wie zum Beispiel Sonnenblumenöl, hilft die fettlöslichen Vitamine aufnehmen zu können.

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Was ist die richtige Futtermenge? Eine Barf-Mahlzeit errechnet sich aus dem Körpergewicht des Hundes und sollte bei zwei bis fünf Prozent liegen. Wenn man beispielsweise mit 2,5 Prozent des Körpergewichts beginnt: Ein 10kg schwerer Hund bekommt 250 g Futter pro Tag. Mindestens 60 Prozent dieser Menge sollte aus Knochen und Knorpel bestehen. Der Rest sind Fleisch, Fisch oder Innereien. Nicht jede Mahlzeit muss genau gleich groß sein. Wichtig ist, dass es sich über die Woche ausgleicht.

Was genau Hundefutter gesund macht, lesen Sie hier.